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Teheran Taq i Bustan Bisotun Isfahan

12.Februar1966
Herat – Mesched
612 km

 Mesched liegt in 970 m Höhe inmitten einer durch ihre Obstbäume bekannte Oase. Beherrscht wird die Stadt von den Kuppeln des berühmten Heiligtum des Imam Reza, das vor allem in den Monaten Moharram, Safar und Ramazan gewaltige  Scharen von schiitischen Pilgern anzieht. Die Stadt zählt etwa 175.000 Einwohner; während der großen Pilgerzeit halten sich hier über 300.000 Menschen auf. Das Stadtteil mit der Moschee (goldene Kuppel) darf nur von den gläubigen betreten werden.

Heiligtum des Imam Reza

Moschee mit goldener Kuppel

Wir verlassen Herat und kommen nach ca. 120 km an die iranische Grenze. Die Straßen sind teilweise nicht mehr so gut befahrbar. Brücken über die Flüsse gibt es nicht. Aus den Bergen kommt das Wasser über die Straße geflossen. Einige male kam das Wasser bis an die Tür, da hieß es nur gasgeben und durchfahren. Zum Glück kam kein Wasser in den Innenraum und der Motor ist auch nicht abgesoffen.

13.Februar 1966
Mesched –Bojnurd
288 km

In Bojnurd mussten wir eine kleine Zwangspause einlegen. Uns war das Kupplungsseil gerissen. Die Dorfbevölkerung belagerte uns aber zum Glück wurde mit viel Palaver unser Kupplungsseil erneuert. Der VW Käfer war doch ein ideales Fahrzeug.

14.Februar 1966
Bojnurd – Gorgan
387 km

Der Abschnitt von Mesched nach Gorgan war sehr interessant. Am Wegesrand standen die Hütten der Turkmenen und auf dem Esel kamen sie uns freundlich winkend entgegen.

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Am Nordhang des Elbrusgebirges nach Gorgan

 

 Gorgan (persisch: گرگان; griechisch Hyrkania; Altpersisch Varkâna, „Land der Wölfe“) ist die Hauptstadt der iranischen Provinz Golestan und hat laut Schätzung aus dem Jahr 2005 244.955 Einwohner.

15.Februar 1966
Gorgan – Teheran
400 km

Von Gorgan durchqueren wir das Elbrusgebirge. Rechts und links von uns Berge mit einer Höhe von über 5.000 m. Hier ist das Ausflugsziel im Winter der Teheraner um Ski zu fahren. In Teheran angekommen müssen wir uns erst einmal wieder an den Straßenverkehr gewöhnen. Hier hat der stärkere Vorfahrt.

 

links: Elbrusgebirge, rechts. Zwischen 5 tausendern

 

Teheran (persisch: تهران (Tehrān) ist die Hauptstadt Irans und der gleichnamigen Provinz. Im administrativen Stadtgebiet leben 7.185.831 Menschen, in der Metropolregion, die in etwa mit der Fläche der Provinz Teheran identisch ist, 12.486.854 (Stand jeweils 1. Januar 2007). Sie beherbergt zahlreiche Universitäten, Museen sowie Baudenkmäler und ist das Industrie- und Handelszentrum Irans.
Teheran besitzt zwei Flughäfen, „Mehrabad International Airport“ im Westen und den 30 Kilometer südlich der Stadt gelegenen Flughafen „Imam Khomeini International Airport“. 1999 erfolgte die Eröffnung der U-Bahn Teheran, die die Verkehrssituation entlasten soll. Die moderne Teheraner U-Bahn mit drei Linien ist jedoch noch nicht komplett und wird erweitert.

Aus dem blauen Reiseführer von 1966:
Hauptstadt des Kaiserreiches Iran, Residenz des Schahs, Parlaments- und Regierungssitz, liegt in 1232 m Höhe am Fuße des Elbrus-Gebirges. Bei der letzten Volkszählung (1956) wurden 1.797.429 Einwohner festgestellt, gegenwärtig dürfte aber eine Zahl von 2.000.000 der Wirklichkeit entsprechen.

Gulistan-Palast – auf persisch Gulistan – Rosengarten.
Der Palast wurde unter demKadscharen Aga Mohammed Schah begonnen und unter seinem Neffen Fath Ali Schah im frühen 19. Jahrhundert beendet. Die Eingangshalle besteht aus Spiegel verkleideten Stalaktiten. Eine breite Treppe führt von dort in einen großen rechteckigen Saal mit Nischen, der jetzt ein Museum beherbergt. Am Ende des Saales befindet sich der Takht i Marmar, Skulpturenmarmor-Thron aus der Kadscharenzeit.
Das archäologische Museum beherbergt im Erdgeschoss Fundgegenstände aus der vorgeschichtlichen bis zur sassanidischen Epoche. Im Obergeschoss muselmanische Kunst.
Holztür aus dem Jahre 1353 – 1354 Bild 02.03 und Vase 02.04 werden der Timuriden- und Muzafferridenzeit zugeschrieben.
Blaue Keramik Bild 02.202 stammt aus einer Sammlung chinesischer Gefäße von Schah Abbas I. Die mesisten Stücke kommen aus der Ming-Epoche8 spätes 14. bis Mitte 17. Jahrhundert)

Gulistanpalast, im Park

Bruder mit Frau

Pfauenthron im Gulistanpalast

18.Februar1966
Teheran – Taq i Bustan - Kermanshah
610 km

Taq i Bustan Taqwasân oder Taq-e Bostan oder Taq-i-Bustan (kurdisch: Taqê Bostan oder Taqwesan. Perser: طاقبستان) ist eine Reihe große Felsengrotten aus der Ära des Sassaniden Reiches von Persien. Die iranische Dynastie, die Westasien von 226 bis 650 v. Chr. beherrschte. Hier ist die Sassanidenkunst zu sehen und ist 5 Kilometer von der Stadt Kermanshah im Westiran entfernt. Die Grotten sind im Herzen der Zagros Berge, und haben fast 1700 Jahre Wind und des Regens aushalten.
Die Darstellungen sind gut konservierte Beispiele der persischen Kultur unter den Sassaniden. Hier finden wir Darstellungen von Ardashir II (379-383) und von Shapur III (383-388).
Die Sassanidenkönige wählten diese schöne Stelle für ihre Felsendarstellungen entlang einer historischen Seidenstraße und Zwischenstation an einem besiedelten Ort.
Die vollständig in den Fels gehauene Grotte bildet ein Tonnengewölbe; diese ist geschmückt mit einer dicken Simsleiste aus Akanthus- und Laubgewindeskulpturen, die auf beiden Seiten in einer Schärpe oder einem Königsdiadem enden.

 


Basrelief
mit Schilderung der Krönung des Sassanidenkönigs Ardashir II.
Der in der Mitte zwischen den Göttern Hormuzd (r.) und Mithra (l) dargestellte König erhält aus den Händen von Hormuzd den bebänderten Ring, Symbol der Königswürde. Hinter dem König hält Gott Mithra den Barsom, jenes heilige Rutenbündel, das bereits seit den Medern (7.-6. Jh. V. Chr.) als Kultinstrument in Gebrauch war.

 

 

 

Kermānschāh (persisch: کرمانشاه kurdisch: Kirmashan)

Kermanshah, auch Bakhtaran genannt, Stadt im Westen des Iran, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Kermanshah. Sie liegt am Fluß Kercha in einer Höhe von 1320 Metern über dem Meeresspiegel, 590 Km von Teheran und 390 Km von Bagdad entfernt. Nachdem die Stadt im 4. Jahrhundert gegründet wurde, entwickelte sie sich wegen ihrer Lage an der Karawanenstraße von Hamadan nach Bagdad schnell zu einem wichtigen Marktort. In Kermanshah werden verschiedene Getreidesorten verarbeitet sowie Textilien und Teppiche hergestellt. Östlich der Stadt liegt das Bisotun-Felsmassiv, in das die Behistan-Inschrift eingemeißelt war.

Dieses ermöglichte britischem Offizier Rawlinson, babylonische Keilschrift zu entziffern. Die Beschreibungen erklären die Geschichte der Schlachten, die Darius in 521-520 B.C. gegen die Gouverneure unternehmen musste, die versuchten, das Reich abzubauen, das von Cyrus gegründet wurde. Der 19., entscheidende Sieg fand an diesem Aufstellungsort statt.
Die Einwohnerzahl beträgt etwa 560.000.

 

19.Februar 1966

Kermanshah – Bagdad 400 km  

 

Wir verlassen Kermanshah und nähen uns der Irakischen Grenze. Es regnet und die Piste ist stark aufgeweicht. Da es eine wichtige Verbindung zwischen dem Iran und Irak ist wird über diese strasse der Güterverkehr mit großen LKWs abgewickelt. Die schweren LKWs haben in die aufgeweichte Piste zwei tiefe Spuren gegraben. Uns blieb nur noch übrig mit zwei Rädern in der Spur und mit den beiden anderen Rädern auf den mittleren Teil zu fahren. Es war dunkel und wir schlingerten mit unserem VW Käfer dahin und dachten wir könnten jeden Moment umkippen. Endlich an der Irakischen Grenze angekommen, wurden die Grenzformalitäten wie immer üblich mit Backschis erledigt. Als Alles erledigt war wurden wir mit einem alten deutschen Gruß empfangen. Die Iraker liebten das 3. Reich. Naja!

 


Aus dem iranischen Hochland in die Ebene nach Bagdad - Kurdische Frauen an der Straße

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4.März 1966
Bagdad - Khanaqin- Bisotun - Isfahan
500 km

Bisotun

Basrelief Darius I (521 - 485 v.Chr.)

 

5.März 1966
Isfahan
(persisch: اصفهان Aussprache: Esfahan) ist die Provinzhauptstadt der gleichnamigen Provinz im Iran mit 2.540.000 Einwohnern (2000).
Die Stadt liegt auf 1.500 m über N.N. in einer Oase in einem von Gebirgen umrahmten fruchtbaren Tal des Zayandehrud-Flusses.



Fahrt nach Isfahan - Bauer mit Wasserbüffeln


Imam Platz - Meidan-I-Imam (2006)

Geschichte Isfahans
 Es gibt Hinweise darauf, dass auf dem Gebiet Isfahans bereits in vorachämenidischer Zeit eine bedeutende Stadt existierte. Historisch fassbar wird Isfahan in der Zeit der Parther unter dem Namen Aspadana (auch: Sepahan) als Hauptstadt der Provinz Oberpersien. Zur Zeit der Sasaniden behält Isfahan diese Funktion, wird aber darüber hinaus Münzprägestätte und Garnisonsstadt
Im Jahr 640 wird die Stadt von den Arabern erobert. Damit beginnt die islamische Geschichte Isfahans und ein Aufschwung, der die Stadt später zum Sitz der bedeutenden persischen Herrscherdynastien macht. In der Zeit vom 7. bis zum 10. Jahrhundert, während der Herrschaft der Umayyaden und Abbasiden, wird Isfahan, das an der Südroute der Seidenstraße liegt, bekannt für seine Seide und seine Baumwolle. In dieser Zeit existiert ein großes Judenviertel (Yahudiyeh), das der Legende nach Ende des 6. Jahrhundert v. Chr. entstanden sein soll, als einige Juden, die der babylonische König Nebukadnezar aus Jerusalem vertrieben hatte, sich in Isfahan niederließen.

Nach der Eroberung durch die Seldschuken wird Isfahan 1051 durch den Groß-Seldschuken Tughrul Beg zur Hauptstadt des westlichen Seldschuken-Reiches (Persien und Irak) und bleibt dies bis zur Teilung des Sultanats im Jahre 1118. 1388 fällt die Stadt mit ihren damals 70 000 Einwohnern der Zerstörungswut des türkisch-mongolischen Eroberers Timur Lenk zum Opfer. Im Jahr 1453 beginnt mit der Errichtung des Darb-i-Imam-Schreins eine neue kulturgeschichtliche Blüte unter Dschahanschah, einem Vertreter der turkmenischen Stammesföderation Qara Qoyunlu. Bis Ende des 15. Jahrhundert gilt Isfahan aber noch als eine Provinzstadt mit weltgeschichtlich dementsprechend eher geringer Bedeutung.

Mit der Eroberung der Stadt durch die Safawiden im Jahr 1502 beginnt die größte Blütezeit der Stadt, die im 17. Jahrhundert ca. 600.000 Einwohner hat. 1598 wird Isfahan zur Hauptstadt des Safawiden-Schahs Abbas I., der für den Ausbau der Stadt Künstler und Handwerker (ca. 30.000) aus dem ganzen Land nach Isfahan holt. Viele von ihnen kamen aus der Stadt Julfa und deren Umgebung (heute im Nordwesten des Iran an der Grenze zu Aserbaidschan) und waren christliche Armenier. Schah Abbas I. räumt ihnen weitreichende Garantien und Privilegien für ihre Kultur und Religion ein. Das armenische Viertel Isfahans heißt in Erinnerung an die Heimatstadt bis heute Neu-Julfa. Die Armenier Isfahans bilden bis heute eine kulturelle und religiöse Gemeinschaft und werden von den muslimischen Einwohnern Isfahans und der Islamischen Republik Iran nicht nur toleriert, sondern geachtet und gefördert.

Vor allem in der Zeit der Safawiden-Dynastie, im 16./17. Jahrhundert, entstanden die bis heute eindrucksvollen Prachtmoscheen mit ihren für die persischen Sakralbauten typischen großen Iwans (Bögen) rund um den Imam-Platz im Zentrum der Stadt. Viele der großartigen islamischen Bauwerke stehen heute unter dem Schutz des UNESCO-Weltkulturerbe.

1722 fällt Isfahan nach längerer Belagerung an aufständische sunnitische Afghanen. Unter den nachfolgenden Dynastien der Afscharen, Zand und Kadscharen verliert Isfahan seinen Hauptstadtstatus an Mashhad bzw. Shiraz bzw. Teheran. Die große Bautätigkeit wird dadurch beendet, aber in der Folgezeit werden die Prachtbauten Isfahans erhalten und teilweise noch ausgebaut.

Das heutige historische Stadtbild ist durch Paläste, eine Vielzahl Minarette und durch die blauen Kuppeln der Moscheen geprägt. Herausragend ist die Prachtanlage des Imam-Platzes Meidan-i-Imam und die 33-Bogen-Brücke (persisch: Siosepol) über den Zayandehrud-Fluss.

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Lutfullah Moschee

Meidan-I-Iman Platz 1966

Bilder von links nach rechts: Khwaju Brücke - Allaverdi Khan Brücke - Medresse i Madar i Schah - von Innen - auf dem Minarett - Masdjid i Djomeh

Blick vom Minarett auf den Basar von Isfahan (Altstadt)

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