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Jericho Jerusalem Betlehem Khirbit Qumran Petra Aqaba Amman

20.Februar 1966
Bagdad – Amman
1170 km

Das Haschemitische Königreich Jordanien (arabisch: الأُرْدُن al-Urdun) ist ein Staat in Vorder-Asien. Es grenzt an Israel, die Palästinensischen Autonomiegebiete, Syrien, den Irak, Saudi-Arabien und an das Rote Meer (Golf von Akaba), wo es eine Seegrenze zu Ägypten hat. Jordanien wird zu den Maschrek-Staaten gerechnet.
Amman (arabisch: Ammān) ist die Hauptstadt des Haschemitischen Königreiches Jordanien und zählt 1.036.330 Einwohner (Volkszählung 2004). Sie ist eine moderne Stadt, in der Muslime und Christen zusammen leben. Die heutige Finanzmetropole begann erst nach der Staatsgründung Israels infolge der Flüchtlingsströme aus dem Westjordanland zu einer Großstadt zu wachsen.
Im Namen der Stadt lebt die Erinnerung an den bereits im Alten Testament erwähnten Volksstamm der Ammoniter und deren Staat Ammon fort. Im Altertum als Hauptstadt Ammons bezeichnet als Rabbat-Ammon (in der Bibel Rabba), später nach der griechischen Eroberung (Alexander der Große) auch Philadelphia genannt und Teil der Dekapolis, erstreckte sich wie Rom auf sieben Hügel. Inzwischen erstreckt sich die Stadt schon auf über neunzehn Hügel.

21.Februar 1966
Amman – Jericho – Jerusalem – Bethlehem – Kirbit Qumram – Petra
180 km

In Jerusalem gönnten wir uns ein paar Tage Pause für die Stadtbesichtigung. Es war interessant die geteilte Stadt zu besichtigen. Für uns gab es keine Möglichkeit in den israelischen Teil Jerusalems einzureisen. Ein Stempel im Reisepass aus einem verfeindeten Staat wurde nicht akzeptiert. Die Heiligtümer lagen ja im jordanischen Teil der Stadt und das war uns wichtig.

Jericho (arabisch: Er Riha) ist ein Städtchen mit etwa 10.000 Einw., in der Nähe des Toten Meeres, 250 m unter NN gelegen. In der Nähe befinden sich die Überreste des vorgeschichtlichen Jericho.


Fahrt nach Amman - Kamele am Toten Meer - Blick auf die Oase Jericho

Jericho liegt in der fruchtbaren, durch ihre Palmengärten und Balsamstauden berühmten, von der Elisenquelle bewässerten Oase Jericho, an der Stelle der byzantinischen Stadt.

Jerusalem (arabisch: El Quds = das Heiligtum) es liegt am Kamm der palästinensischen Gebirgskette.
Durch den Waffenstillstand nach dem arabischen-jüdischen Krieg (Nov. 1947 bis Febr. 1949) wurde Jerusalem zweigeteilt: die Altstadt mit den Heiligen Stätten der Christen, Muselmanen und Juden liegt auf jordanischen Boden, die sich westlich anschließende Neustadt ist israelisches Gebiet. Dazwischen eine neutrale, entwaffnete und unzugängliche Übergangszone. Die Passierbestimmungen von Touristen und Pilgern von einer Zone in die andere werden strengstens eingehalten und können ohne vorherige Ankündigung von einem auf  en anderen verändert werden.
Der jordanische Stadtteil zählt etwa 60.000 Einw. Er erstreckt sich auf einer welligen Hochebene, die vom Kamm der judäischen Gebirgskette ausgeht und sich gegen SO neigt; in Richtung zur ursprünglichen Siedlung senkt sich das Gelände regelmäßig: Neues Tor (790 m), Grabeskirche (755 m), Qubbet es Sakhra (744 m). (Text aus blauen Reiseführer 1966)

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Blick auf Jerusalem mit Felsendom

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Betlehem (auch Bethlehem, Efrata; arabisch بيت لحم, Beit Lahm, „Haus des Fleisches“; hebräisch בית לחם, Beit Lechem, „Haus des Brotes“) ist eine Stadt im Westjordanland mit 20.000 Einwohnern. Die Stadt gehört zu den Palästinensischen Autonomiegebieten und grenzt im Norden an Jerusalem. Sie beheimatet eine Universität. Zur Agglomeration Betlehem gehören auch Beit Dschala und Beit Sahur; letzterer Ort hat wie Betlehem biblische Bedeutung.

 

 

Die 3 Reisenden in Betlehem

 

Betlehem- Geburtskirche Jesu - Glocken von Betlehem - Blick auf Bethlehem

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Khirbit Qumran

Die Schriftrollen vom Toten Meer, auch Schriftrollen von Qumran genannt, wurden in unmittelbarer Nähe von Qumran oder Khirbet Qumran, einer Ruinenstätte im Westjordanland am Toten Meer im Jahre 1947 von Beduinen entdeckt. Sie wurden in elf Höhlen direkt an der Küste des Toten Meeres gefunden. Die Rollen beinhalten liturgische Schriften und Inventarlisten, davon den größten Teil der bekannten Biblischen Schriften des Alten Testament, bzw. des Tanach. Außerdem bekannte und bislang unbekannte Apokryphen, d.h. ausserbiblische Schriften, und solche die man einer sektirerischen Glaubensgemeinschaft zuordnet, von der nicht genau bekannt ist, um welche es sich handelt.

Die Höhlen von Khirbit Qumran - Kloster, im Hintergrund das Tote Meer

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Die verlassene Felsenstadt Petra (arabisch: البتراء al-Bitrā’) im heutigen Jordanien war in der Antike die Hauptstadt des Reiches der Nabatäer. Wegen ihrer Grabtempel, deren Monumentalfassaden direkt aus dem anstehenden Fels gemeißelt wurden, gilt sie als einzigartiges Kulturdenkmal. Am 6. Dezember 1985 wurde Petra in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

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Obeliskengrab

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25.Februar 1966
Petra - Aqaba
540 km

Aqaba oder Akaba (arabisch العقبة, al-cAqaba, lokale Aussprache el-cAgabe, für steiler Abhang) ist eine Stadt in Jordanien mit 80.059 Einwohnern (Volkszählung 2004). Sie ist ein Seehafen am Golf von Akaba (auch Golf von Elat), einem Seitenarm des Roten Meeres.

Aqaba ist der einzige Seehafen Jordaniens. Haupteinnahmequellen sind der Tourismus und der Export von Phosphatdünger. Aqaba ist auch der einzige jordanische Tauchort am Roten Meer. Bereits unter König Hussein I. wurde in den 90er Jahren ein Teil der Korallenriffe unter Naturschutz gestellt und weitere künstliche Riffe geschaffen. Trotzdem sind die Korallenriffe weiter in Gefahr. Aqaba ist eine freie Handelszone.
Aqaba ist der antike, von Salomo gegründete Hafen Ezjon Geber. In der Kreuzungszeit hieß er Aila. 1182-1183 heuerte hier Reinhold von Chatillon eine kleine Flotte an, mit der er die Häfen der arabischen Küste plünderte, muselmanische Schiffe im Roten Meer kaperte und die heiligen Stätten des Islams, Mekka und Medina, bedrohte.
Reiseführer Mittlerer Osten 1966. Aqaba, 9.000 Einw.; kleiner , aber in starker Entwicklung befindlicher Hafen, der jordaniens Seehandelsverbindungen mit Europa darstellt. Seine Lage ist allerdings äußert ungünstig: die Schiffe aus dem Mittelmeer müssen Gebühren für die Durchquerung des Suezkanals begleichen und dann die ganze Halbinsel Sinai umfahren.
Im Frühjahr und Herbst ist der Golf von Aqaba sehenswert und vor allem ein Paradies für Anhänger der Unterwasserwelt.
Bucht von Aqaba, im Hintergrund - Eilat in Israel

In Aqaba gönnten wir uns ein paar Tage eine Ruhepause. Genossen das warme Wasser und schnorchelten in der Bucht. Plötzlich hörten wir ein wildes Durcheinander der Einwohner, sie rannten und gestikulierten miteinander und schauten auf das Meer. Jetzt sahen wir auch, dass sich ein Schiff näherte, welches ein riesiges Tier im Schlepptau hatte. Sie hatten einen Riesenhai harpuniert. Zum Glück sind diese Haie Planktonfresser.

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Haialarm, Riesenhai im Schlepp

Ein Foto mit der Kamelpolizei - Blick in die Wüste - Beduine auf seinem Kamel

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Nachdem wir ein paar Tage am Rotem Meer verbracht haben, geht es wieder zurück in Richtung NO. Unsere nächste Station ist Amman.

Amman (arabisch: Ammān) ist die Hauptstadt des Haschemitischen Königreiches Jordanien und zählt 1.036.330 Einwohner (Volkszählung 2004). Sie ist eine moderne Stadt, in der Muslime und Christen zusammen leben. Die heutige Finanzmetropole begann erst nach der Staatsgründung Israels infolge der Flüchtlingsströme aus dem Westjordanland zu einer Großstadt zu wachsen.
Im Namen der Stadt lebt die Erinnerung an den bereits im Alten Testament erwähnten Volksstamm der Ammoniter und deren Staat Ammon fort. Im Altertum als Hauptstadt Ammons bezeichnet als Rabbat-Ammon (in der Bibel Rabba), später nach der griechischen Eroberung (Alexander der Große) auch Philadelphia genannt und Teil der Dekapolis, erstreckte sich wie Rom auf sieben Hügel. Inzwischen erstreckt sich die Stadt schon auf über neunzehn Hügel.

Blick von einem der Hügel auf Amman- in der Mitte- das Amphitheater

Wir verlassen Amman und fahren in Richtung Bagdad. Nach einiger Zeit, wir sind etwa 250 km gefahren und noch vor der irakischen Grenze, hören wir ein fürchterliches Geräusch vom Motor unseres Autos. Dann ein Gerumpel und das Auto steht. Es lässt sich nicht mehr fahren. Was tun mitten in der Steinwüste? Nach längerem warten sehen wir  einen LKW aus Richtung Irak kommen. Mit viel winken und gestikulieren hält der Fahrer an. Wir erklären im unser Missgeschick und machen ihm verständlich, dass wir und das Auto nach Amman in eine Werkstatt müssen. Es scheint für ihn kein Problem zu geben. Er zeigt uns seine riesige Ladefläche, die zum Glück leer ist und deutet an, den Käfer auf diese zu bugsieren. Wie bekommt man ein Auto mitten in der Wüste auf die Ladefläche eines LKWs. Da wo wir die Panne haben, ist die Straße um ca. 1 m höher. Der Fahrer setzt sich in seinen LKW, fährt die Böschung herunter und klappt die hintere Wand auf die Strasse. Wir haben eine wunderbare Auffahrt auf den LKW. Mit vereinten Kräften wir unser Käfer auf diese geschoben und ab geht es nach Bagdad. Wie es im Orient so üblich ist, kostet so eine kleine Hilfeleistung einige Bakschisch.
In Amman angekommen wird unser Käfer an einer VW-Werkstatt abgeladen. Die Ursache unseres Missgeschickes ist ein Kurbelwellenbruch. Da VW in der ganzen Welt verbreitet ist, war dies auch kein Problem und nach 3 Tagen war der Käfer wieder fahrbereit und wir konnten die Rückreise antreten.

Bild links: In der Steinwüste - Bild rechts: Beim Fotografieren von Blümchen

 

 

 

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